Arbeits- und Gesundheitsschutz in der Industrie


Durch die fortschreitende Globalisierung ist die Industrie 4.0 vor völlig neue Aufgaben und Anforderungen im Bereich des Arbeits- und Gesundheitsschutzes gestellt.

Neue Arbeitsverhältnisse durch Technologisierung und Digitalisierung schaffen neue Belastungen und Risiken für den Arbeitnehmer. Ein funktionierendes Risikomanagement ist jedoch noch in der Entwicklung. Um ein nachhaltigen AuG umzusetzen „braucht es ein wirksames Zusammenspiel aus Betreuung, Aufsicht und Unfallversicherung“ sagt VDSI Vorstandsvorsitzender Prof. Dr. Rauner von Kiparski.

 

Auf dem Fachkongress Arbeitsschutz im Oktober 2018 wurde sich genau diesem Schwerpunkt gewidmet.

Arbeits- und Gesundheitsschutz REVITALIS GmbH

Es bedarf einer guten und funktionierenden Organisation des betrieblichen Arbeitsschutzes und einer guten Einbindung dessen in die betrieblichen Abläufe. Anforderungen wie Abläufe von neuen Arbeitsaufgaben, Entwicklung von Produkten, Einsatz von Personal und an oberster Stelle die Gesunderhaltung der Mitarbeiter sind nur einige Beispiele für die Komplexität des Aufgabenbereiches dem der AuG gerecht werden muss.

Arbeits- und Gesundheitsschutz REVITALIS GmbH

Um all diesen Anforderungen gerecht zu werden bedarf es einer Schnittstelle zwischen Arbeitsmedizin und Arbeitssicherheit, aber auch die Schaffung von sicheren und gesunden Arbeitsstätten. Arbeitsbedingungen entwickeln sich durch die Digitalisierung rasant weiter und müssen somit immer wieder auf eine potentielle Gesundheitsgefährdung hin untersucht werden. Die Gefährdungsbeurteilung spielt hierbei eine wichtige Rolle. Neben dem Menschen werden auch immer mehr Maschinen eingesetzt die Arbeiten übernehmen. Deshalb muss der Fokus ebenfalls auf die Maschinensicherheit gerichtet werden und auf die Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine.


Doch auch hier kann die Digitalisierung nützlich sein und eine Verquickung der Beurteilung hervorrufen. Ein weiterer Punkt der durch eine Gefährdungsbeurteilung analysiert werden kann ist die Gesundheit der Mitarbeiter. Schließlich gehören Muskel- und Skeletterkrankungen zu den häufigsten arbeitsbedingten Ausfällen. Diese werden nicht nur durch körperliche Arbeit ausgelöst, sondern auch durch psychosoziale Gefährdungen in den verschiedensten Arbeitsbereichen. Besonders in diesem Bereich kann die Gefährdungsbeurteilung einen besonderen Fokus auf eine wirksame Prävention legen.

 

Schlussendlich stellt sich immer die Frage: Wie können Menschen nachhaltig zu dauerhaft sicheren Arbeitsgewohnheiten beeinflusst werden?

 

Eine gelebte Kultur der Prävention, in der Sicherheit und Gesundheit Hand in Hand gehen, sind neben der Entwicklung von Konzepten und Strategien zum Arbeits- und Gesundheitsschutz ausschlaggebend.