Natürliche Stressbewältigung - der Einfluss der Natur auf unser Gehirn

Wann haben Sie das letzte Mal eine Weile an der frischen Luft verbracht? Vielleicht war es ein Spaziergang durch einen Wald oder um einen See. Die zahlreichen Sinneseindrücke in der freien Natur haben Ihre Stimmung mit Sicherheit positiv beeinflusst. Wissenschaftler der Brighton and Sussex Medical School gingen kürzlich folgender Frage nach: Inwiefern haben Sinneseindrücke aus der Natur eine entspannende Wirkung auf den Körper?

Der gleiche Trend zeichnet sich in Japan ab. Dort gibt es schon seit einigen Jahren das Waldbaden. Dabei geht es darum, auf intensive Art und Weise mit dem Wald auf Tuchfühlung zu gehen.


Um das Interesse und die Auswirkungen der Natur auf unseren Körper zu beantworten, führten die englischen Forscher eine Studie durch, bei der Probanden künstlich und natürlich erzeugte Geräusche hörten. Zeitgleich wurden die Aktivitäten des Gehirns und des Nervensystems mit einem MRT-Scanner aufgezeichnet. Dabei ließ sich ein deutlicher Unterschied feststellen: Naturgeräusche erzeugten einen nach außen gerichteten Aufmerksamkeitsfokus. Künstliche Geräusche hingegen bewirkten eine Lenkung der Aufmerksamkeit nach innen. Dies ist in Angst- oder Stresssituationen ähnlich. Die Natur gilt also tatsächlich als eine der wirksamsten und angenehmsten Stressbekämpfungsmethoden. Auch hier werden aus Japan ähnliche Ergebnisse geliefert. „Shinrin Yoku“ bedeutet auf Deutsch so viel wie „ein Bad in der Atmosphäre des Waldes nehmen“. In Japan ist Waldbaden bereits ein fester Bestandteil der Gesundheitsvorsorge, denn viele Studien konnten dessen Wirksamkeit belegen. Wer sich im Wald aufhält, so zeigten Untersuchungen, senkt seinen Blutdruck und reduziert Stresshormone. Noch ist aber nicht bewiesen, ob dies an der Ruhe, die der Wald ausstrahlt liegt, oder am besonderen Klima, das der Wald erzeugt.

 

Also planen Sie doch gleich schon einmal den nächsten Ausflug ins Freie!