Teil 1: Was ist Stress und wie erkenne ich ihn?

Der Begriff Stress wurde 1950 erstmals konkret auf den Menschen übertragen. Hans Seyle hat durch seine Stressforschung diesen Ausdruck geprägt. Heute ist er nicht mehr aus unserem Alltag wegzudenken. Fast jeder kennt aus eigener Erfahrung Situationen, in denen man sich überfordert fühlt. Das Gleichgewicht zwischen Anspannung und Entspannung stimmt häufig nicht. Grundsätzlich gehört Stress zu unserem Leben dazu und kann durchaus die Leistungsfähigkeit erhöhen, jedoch wirkt zu viel Stress leistungsmindernd. Dauerstress ist ein häufiger Mitauslöser zahlreicher Erkrankungen. Festzuhalten bleibt, dass beim Thema Stress die Dosis das Gift macht. Sowohl zu wenig davon, als auch eine Art Dauerstresssituation über einen längeren Zeitraum ist nicht förderlich.


Stress ist die angeborene und erworbene Reaktion, sich schnell auf wechselnde Lebensumstände einzustellen. Man kann Stress als eine Aktivierungsreaktion des gesamten Körpers sehen, bei der versucht  wird mit dem „Stressor“, also die Anforderung die sich darstellt, umzugehen. Die Reaktion und Bewertung ist immer individuell und abhängig von der Belastbarkeit, der Erfahrung und den Motiven der einzelnen Person. Eine Situation wird von der einen Person als belastend und negativ bewertet, die andere hat die Ressourcen für den Umgang damit und bewertet sie als positiv herausfordernd.

Wie der Körper auf eine Stressreaktion antwortet ist allerdings immer gleich. Kurzfristig weiten sich die Pupillen, Herzfrequenz und Blutdruck steigen an, das Denk- und Erinnerungsvermögen nimmt zu. In der Leber wird zusätzliche Energie für die Muskeln bereitgestellt, in diesen weiten sich die Blutgefäße zur besseren Versorgung und in der Nebenniere werden Angriffs- und Fluchthormone produziert. Bei zu viel Stress kann es auch zu chronischen Folgen kommen. Erschöpfung, Gereiztheit und Depressionen sind mögliche Folgen von ständiger Stresshormonausschüttung. Die verminderte Durchblutung des Darms macht ihn anfälliger für Geschwüre. Außerdem nimmt die Elastizität der Blutgefäße allgemein ab. Auf Dauer wird auch das Immunsystem durch weniger Abwehrzellen geschwächt.


Laut einer Statistik der Techniker Krankenkasse empfinden acht von zehn Deutschen ihr Leben als stressig und jeder Dritte steht unter Dauerdruck.

Wie Sie mit Stress richtig umgehen können, erfahren Sie im nächsten Beitrag zur Serie „Stress“.

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